Lebensmittel-Mehrwertsteuersenkung: Diese Produkte werden günstiger

Lebensmittel-Mehrwertsteuersenkung: Diese Produkte werden günstiger

Bild: pixabay.com

Die Regierung senkt die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel auf 4,9 Prozent. Ziel ist, Haushalte zu entlasten und die Inflation leicht zu dämpfen. Fleisch bleibt aus Budgetgründen außen vor.

Der reduzierte Satz soll ab 1. Juli in Österreich gelten und damit einige Basislebensmittel günstiger machen. Die Regierung begründet die Auswahl mit dem Wunsch, vor allem regional erzeugte und regelmäßig gekaufte Produkte zu begünstigen. Weil die Maßnahme kostenbeschränkt ist, wurde ein Finanzrahmen von maximal 400 Millionen Euro festgelegt. Aus diesem Grund sind Fleisch- und Wurstwaren nicht auf der Liste, das hätte das Budget stark belastet.

Warum eigentlich 4,9% und nicht 5 Prozent?

Der Grund dafür sind Vorgaben der EU: Laut EU-Mehrwertsteuerrichtlinie sind neben einem Normalsteuersatz von mindestens 15 Prozent maximal zwei weitere ermäßigte Sätze von mindestens fünf Prozent vorgesehen.

In Österreich gibt es bekannterweise bereits drei Mehrwertsteuersätze: 20, 13 und 10 Prozent.

Es gibt allerdings die Möglichkeit auf einen „stark ermäßigten Satz“, der unter 5 Prozent liegen muss. Deswegen die 4,9 Prozent.

Mehr Details hier.

100 Euro Ersparnis pro Jahr pro Haushalt

Die Regierung rechnet damit, dass sich ein durchschnittlicher Haushalt so um rund 100 Euro pro Jahr sparen kann. Kritiker bemängeln allerdings Lücken: Pflanzliche Drinks wie Hafer- oder Sojadrink bleiben bei 20 Prozent Mehrwertsteuer, während Kuhmilch gesenkt wird.

Kontrollen sollen verschärft werden, damit der Handel die Preisvorteile an die Kunden weitergibt. Zugleich sind höhere Strafen bei Verstößen geplant. Außerdem will die Regierung die Bundeswettbewerbsbehörde stärken.

Diese Produkte werden günstiger – die genaue Liste

Preisrunter hat die genaue Liste, welche Produkte nun konkret günstiger werden sollen. Dabei sind keine genauen Produkte definiert, sondern nur Produktkategorien.

Das Finanzministerium betont, dass die Abgrenzung der Lebensmittel entlang von Zolltarifnummern passieren werde.

Diese Liste wurde von Konsumentenstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig am Mittwoch vorgelegt, wie orf.at berichtet.

💡 Tipp: Behalte beim Einkauf Preise im Auge und nutze Plattformen wie Preisrunter, damit du genau siehst, was dein Lieblingsprodukt genau kostet.

Mithilfe des Preisverlaufs siehst du bei Preisrunter außerdem bei jedem Produkt wann es günstiger wurde.

Milch, Milcherzeugnisse und Eier

  • Milch (inklusive laktosefreier, tierischer Milch)
  • Butter
  • Joghurt
  • frische Hühnereier

Gemüse (frisch, gekühlt oder gefroren)

  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch
  • Kohlarten (Weißkraut, Karfiol, Kohlrabi)
  • Salate
  • Karotten, Rüben, Knollensellerie
  • Gurken
  • Bohnen, Erbsen und sonstige Hülsenfrüchte
  • Kürbis, Paprika, Spargel, Melanzani
  • gefrorenes Gemüse (Erbsen, Spinat)

Obst

  • Äpfel, Birnen, Quitten
  • Steinobst (Marillen, Kirschen, Pfirsiche, Zwetschken)

Getreide, Müllereierzeugnisse und Backwaren

  • Reis
  • Weizenmehl und -grieß
  • Nudeln ohne Füllung
  • Brot und Gebäck (auch glutenfreie Produkte)
  • Speisesalz

Was könnten wir uns bei den jeweiligen Produkten sparen?

Das Finanzministerium/Statistik Austria Preisradar geben folgende Rechenbeispiele (Preise sind jeweils Durchschnittspreise der jeweiligen Produktgruppe):

  • 🥖 Brot (Mischbrot 1 kg): 1,91 € statt 2,00 € (9 Cent)
  • 🍝 Nudeln (Teigwaren 500 g): 1,81 € statt 1,90 € (9 Cent)
  • 🍚 Reis (Langkorn 1 kg): 2,67 € statt 2,80 € (13 Cent)
  • 🫓 Mehl (Weizenmehl 1 kg): 0,76 € statt 0,80 € (4 Cent)
  • 🧈 Butter (250 g): 1,81 € statt 1,90 € (9 Cent)
  • 🥚 Eier (6 Stück): 2,10 € statt 2,20 € (10 Cent)
  • 🥔 Kartoffeln (1 kg): 1,24 € statt 1,30 € (6 Cent)
  • 🍎 Äpfel (1 kg): 2,29 € statt 2,40 € (11 Cent)
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